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RSSPrint

Gemeinsam Richtung Ostern


(Grafik: © sophia-stephani.de)



Wir machen uns gemeinsam auf den „schweren Weg“!

Ab Montag, dem 24. Februar 2020 stellen wir jede Woche eine Geschichte in den Mittelpunkt – vom Einzug in Jerusalem bis zum Ostermorgen am leeren Grab.

Den Flyer mit allen Informationen finden Sie hier!




Stationen der Passions- und Osterzeit


Einzug in Jerusalem
| 26. - 29. Februar 2020
Markus 11, 1-9
Jesus kommt zum Fest nach Jerusalem.
Alle freuen sich und winken ihm mit Palmzweigen zu.


Salbung | 01. - 07. März 2020
Markus 14, 3-9
Jesus wird von einer Frau mit kostbarem Öl gesalbt.


Abendmahl und Verrat | 08. - 14. März 2020
Markus 14, 12-26
Jesus isst mit seinen Freunden. Es gibt Brot und Wein. Der Verräter ist mit dabei.


Gethsemane und Gefangennahme | 15. - 21. März 2020
Markus 14,32-42/43-52
Jesus betet im Garten. Seine Freunde schlafen.
Jesus wird gefesselt und abgeführt, seine Freunde flüchten.


Verleugnung des Petrus
| 22. - 28. März 2020
Markus 14,66-72
Petrus tut so, als würde er seinen Freund Jesus nicht mehr kennen.


Verhör durch Hohen Rat und Pilatus
| 29. März - 04. April 2020
Matthäus 27, 20-24
Pilatus weiß genau, dass Jesus nichts Böses getan hat. Er will saubere Hände haben.


Verspottung und Kreuzigung  | 05. - 11. April 2020
Markus 15,16-20
Die Soldaten quälen Jesus mit einer Dornenkrone.

Markus 15, 20b-27
Jesus wird an ein Kreuz genagelt.


Ostern | 12. April 2020
Matthäus 27,62-66
Jesus liegt im Grab und wird bewacht.

Matthäus 28,1-10
Jesus lebt und tröstet seine Freundinnen und Frende.




Verleugnung des Petrus | 22. - 28. März 2020

- Bibliolog über Mk 14, 66-72

Dreifaltigkeitskirchengemeinde

Die Grundidee des Bibliolog besteht darin, den Bibeltext mit eigenen Gedanken in Verbindung zu bringen.
Ihr seid gebeten, ein Stück des Textes zu lesen – gerne auch laut – und ich werde Euch dann bitten, sich die Gedanken und Gefühle einer Figur der Geschichte zu überlegen.

Ob Ihr sie aufschreibt, laut aussprecht oder im Stillen denkt, bleibt ganz Eurer Vorliebe überlassen. Ich hoffe, dass Ihr spüren könnt, dass sich auch andere Menschen Gedanken über die gleiche Frage machen, auch wenn Ihr sie nicht hören oder sehen könnt. Wenn Ihr dazu Lust habt, können Ihr mir Eure Gedanken auch gerne per Mail oder Brief schicken.

In Gedanken reisen wir nun durch Raum und Zeit und treffen um das Jahr 30 herum auf Petrus im Innenhof des Tempels. Er ist bei der Verhaftung von Jesus geflohen. Aber jetzt will er irgendwie in Erfahrung bringen, wie es um Jesus steht. Der Schreck und die Angst in ihm sind groß. Ist jetzt alles aus? Hatte Jesus nicht ihm und den anderen Jüngern schon vor der Verhaftung Angst gemacht mit den Ankündigungen von Leiden und Sterben, zuletzt gerade beim Abendmahl.

Hier beginnt unsere Geschichte in der Bibel:

66 Und Petrus war unten im Hof. Da kam eine von den Mägden des Hohenpriesters;
67 und als sie Petrus sah, wie er sich wärmte, schaute sie ihn an und sprach: Und du warst auch mit dem Jesus von Nazareth. 68 Er leugnete aber und sprach: Ich weiß nicht und verstehe nicht, was du sagst. Und er ging hinaus in den Vorhof, und der Hahn krähte.


Ihr werdet zu Petrus. Petrus, du bist dem verhafteten Jesus gefolgt. Was geht dir jetzt durch Kopf und Herz? … Warum bestreitest Du deine Bekanntschaft mit Jesus?
Nun wechselt die Seite: Ihr werdet zur Magd. Magd, warum übersiehst du Petrus nicht einfach. Es sind doch noch andere am Feuer. Was denkt, was empfindet die Magd?
Wenn Ihr Euch Gedanken gemacht habt, lest bitte weiter den Bibeltext:

69 Und die Magd sah ihn und fing abermals an, denen zu sagen, die dabeistanden: Dieser ist einer von denen. 70 Und er leugnete abermals.

Bleiben wir einen Moment bei der Magd. Sie lässt nicht locker und zieht die anderen mit hinein. Was empfindet sie gegenüber Petrus? Weshalb zieht sie die anderen mit hinein?
Und Petrus? Er ist Wiederholungstäter – was treibt ihn?
Wenn Ihr Euch Gedanken gemacht habt, lest bitte weiter den Bibeltext:

Und nach einer kleinen Weile sprachen die, die dabeistanden, abermals zu Petrus: Wahrhaftig, du bist einer von denen; denn du bist auch ein Galiläer. 71 Er aber fing an, sich zu verfluchen und zu schwören: Ich kenne den Menschen nicht, von dem ihr redet.
Die Magd hat Erfolg. Nun beteiligen sich auch die anderen. Sie erkennen Petrus vielleicht an seinem Dialekt. Was denken die anderen, warum sprechen sie Petrus noch einmal an?
Und Petrus? Warum verstrickt er sich immer mehr? Was ist seine Angst?
Wenn Ihr Euch Gedanken gemacht habt, lest bitte weiter den Bibeltext:

72 Und alsbald krähte der Hahn zum zweiten Mal. Da gedachte Petrus an das Wort, das Jesus zu ihm gesagt hatte: Ehe der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er fing an zu weinen.

Ausgelöst durch eine Kleinigkeit (ein krähender Hahn) bricht Petrus in Tränen aus: Jesus kommt ihm wieder in den Sinn. Wie ließe sich sein Gefühl beschreiben?
Sie sind noch einmal die Magd, die Petrus als Erste beschuldigt hat. Magd, jetzt siehst du ihn weinen. Welche Gedanken und Empfindungen kommen dir nun. …
Wenn Ihr Euch jetzt eigene Gedanken gemacht habt, lest bitte hier weiter:
Petrus, Jesus und die Menschen am Feuer kehren zurück in die Bibel.
Ihr sind nun mit Euren Gedanken wieder in Wohnung.

Bitte lest jetzt noch einmal den ganzen Bibeltext.

Vielen Dank, dass Ihr Euch  auf dieses Experiment eingelassen habt.

Pfarrer Christian Popp




Ein Projekt der Ev. Dreifaltigkeitskirchengemeinde

im Sprengel Lankwitz

Gallwitzallee 4-6
12247 Berlin

Kontakt: Pfarrer Christian Popp

E-Mail: christian.popp(at)lankwitz-kirche.de

Mobil: 0151 22183 7476

Web:www.lankwitzer-kirchengemeinden.de




Letzte Änderung am: 31.03.2020