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RSSPrint


Leitbild der Evangelischen Dreifaltigkeitskirchengemeinde Berlin-Lankwitz

vom Gemeindekirchenrat erarbeitet, am 9.Mai 2001 beschlossen und am 12. Dezember 2008 aktualisiert.

Die Evangelische Dreifaltigkeitsgemeinde Berlin – Lankwitz will lebendige Gemeinde in der Nachfolge Jesu Christi sein. Dies heißt für uns: Wir orientieren uns an Leben, Sterben und Auferstehung Jesu Christi. In seiner Liebe zu Gott und den Menschen ist er uns zum Vorbild für ein friedliches Zusammenleben aller Menschen geworden. Wir fühlen uns zu Hause in der evangelischen Kirche, lassen uns aber auch bereichern von der Begegnung und dem Dialog mit anderen Christen und Menschen anderen Glaubens. Als Menschen dieser Zeit pflegen wir bewährte Traditionen, erproben aber auch neue Wege. Gleichzeitig sehnen wir uns nach dem Reich Gottes.

Diese Leitsätze werden im folgenden näher ausgeführt:

1. Gottesdienst und Spiritualität
Im Gottesdienst können wir gemeinsam in Verbindung mit Gott kommen. Viele erleben dies besonders deutlich beim Abendmahl. Die musikalische Ausgestaltung ist uns ebenfalls wichtig. Die Familiengottesdienste und Gottesdienste mit populärer Musik gestalten wir so, dass sich viele unterschiedliche Menschen angesprochen fühlen. Mit Taizé-Gottesdiensten und Gottesdiensten für die Region (Jugend, Frauen, Ökumene) erreichen wir besonders interessierte Gruppen. Auch während der Woche kann man bei uns „geistlich auftanken“, in den Bibelstunden und Gesprächskreisen, in der „offenen Kirche“, beim Sakralen Tanz und in der Meditationsgruppe. Ökumenische Kontakte bestehen zur katholischen Nachbargemeinde St. Benedikt und nach Ladismith in Südafrika.

2. Begleitung von Menschen auf ihren Lebenswegen
Menschen in allen Lebenslagen und jeden Alters sind uns willkommen. Dabei „freuen wir uns mit den Fröhlichen und weinen mit den Weinenden“, wie die Bibel sagt (Röm.12). Wir wollen das Miteinander der Generationen fördern und sind überzeugt, dass Kinder und Jugendliche unsere Zukunft sind. In unserer KiTa und im Gemeindehaus werden täglich viele Kinder betreut, es gibt eigene Räume für die Jugend und verschiedene Seniorenkreise. Die Lebensmittelausgabe für Bedürftige „LAIB und SEELE“, das monatliche „Sonntagsessen“ und die Besuchsdienstkreise in den im Gemeindegebiet gelegenen Senioreneinrichtungen sind gemeindliche diakonische Anliegen. Bei alledem sind Gottesliebe, Nächstenliebe und Annahme der eigenen Person unserer Meinung nach nicht zu trennen.

 3. Sozialer und kultureller Treffpunkt im Stadtteil Lankwitz
Wir wollen Menschen aus Anonymität und Einsamkeit herausholen und verbindliche Nachbarschaft und Gemeinschaft fördern. Die Gemeindezeitung gibt über die vielfältigen sozialen, kreativen und kulturellen Angebote der Gemeinde Auskunft. Neben Gymnastik, Töpfern, Tanz und offenen Treffs für alle Altersgruppen sind es vor allem die kirchenmusikalischen Angebote wie Kantorei Lankwitz, Seniorenchor oder die Bläsergruppe „Lankwitz Horns“, die die Menschen erreichen, sei es als aktiv Musizierende oder als Konzertbesucher. Darüber hinaus stellen wir unsere Räume Menschen unabhängig von der Gemeindezugehörigkeit für ihre Veranstaltungen zur Verfügung, wenn deren Inhalte unseren hier dargestellten Grundsätzen nicht widersprechen.

4. Für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung
Wir beobachten aufmerksam das konkrete Zeitgeschehen, zunächst in unserer Umgebung, aber auch im globalen Maßstab. Wir versuchen, auf ungerechte Strukturen, friedlose Situationen und Leben zerstörende Umstände hinzuweisen und sie zu korrigieren. Wir lehnen Gewalt ab und fördern Toleranz. So setzt sich die Gemeinde seit langem für Fremde und Flüchtlinge ein. Die Unterstützung der durch das Reaktorunglück in Tschernobyl geschädigten jungen Menschen aus Weißrussland ist uns ebenso ein Anliegen wie der christlich-muslimische Dialog und die Erinnerung an das Unrecht, das Juden und Christen jüdischer Herkunft auch in Lankwitz angetan wurde. In den Leitungsgremien und Dienstbesprechungen stimmen wir unsere Arbeit in geschwisterlichdemokratischer Weise ab und versuchen dabei, größtmöglichen Konsens nach innen und Transparenz nach außen zu erzielen.

5. Angewiesen auf Menschen guten Willens
Unser Gemeindeleben ist ganz wesentlich von der gegenseitigen Unterstützung von ehrenamtlichen, nebenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geprägt. Ohne diese vielen engagierten Menschen wäre unsere Gemeinde nicht so bunt und lebendig, wie sie es derzeit ist. Wir sind dankbar für alle ideelle, materielle und tätige Unterstützung der Gemeindearbeit. Uns ist bewusst, dass unser Wissen und Handeln nur Stückwerk ist, und wir auf Gottes Gnade und die Fürbitte unserer Mitchristen angewiesen sind.

 

 

Letzte Änderung am: 15.09.2017